Laufende Internationale Projekte

 

I.

Ein multiprofessionelles Herangehen an die Herausforderungen der sonderpädagogischen Förderung

 

Zeitraum:  September 2009 – Juni 2011

 

Partner:

1. Koulutuskeskus Salpaus in Lahti (Finnland)

2. Berufliche Schule der Stadt Neubrandenburg “Wirtschaft, Handwerk und Industrie” (Deutschland)

3. Deltion College in Zwolle (Niederlande)

4. Trinity Fields School and Resource Centre in Caerphilly (Wales)

 

Zusammenfassung des Projekts:

Das Hauptziel der Partnerschaft ist der Erfahrungsaustausch über die multiprofessionelle Unterstützung der Schüler mit besonderen Bedürfnissen und / oder Lernschwierigkeiten. Besonderer Schwerpunkt wird auf die Organisation der individuellen Schülerbetreuung und der Lernprozesse gesetzt.
 
Ziel ist es, von den besten Praktiken der Partnereinrichtungen im pädagogischen und praktischen Herangehen zu lernen und Wege zu deren Anwendung in den Entwicklungsaktivitäten der Institutionen zu schaffen (z.B. Der Aufbau von fächerübergreifenden Kompetenzen und unterschiedliche Wege für den Umgang mit den aufgezeigten Herausforderungen der sonderpädagogischen Förderung) .

Die Partner werden auf einen umfassenden Überblick über die sonderpädagogische Förderung und deren Verzahnung mit den Institutionslehrplänen hinarbeiten, um die Umsetzung in der beruflichen Bildung zu ermöglichen. Ziel ist es, eine Querschnittsdiskussion über die Organisation des Unterrichts zu initiieren und Synergien durch die Ausweitung des Verständnisses zu gewinnen.

Das Projekt bezieht eine Vielzahl von Spezialisten für sonderpädagogische Bildung ein (Manager, Lehrer, Berater, Lernberater usw.) und es ermöglicht ihnen, praktische Arbeit, basierend auf den entsprechenden Kompetenzfeldern der Partner (im Arbeitsprogramm festgelegt), zu begleiten (z.B. durch Hospitationen).
Die Projektergebnisse werden in den Lehrplänen der Partnereinrichtungen und in den Methoden der sonderpädagogischen Bildung zum Ausdruck dargestellt. Sie werden direkte Auswirkungen auf die tägliche Arbeit haben und die gesamte Altersgruppe in der beruflichen Bildung und Ausbildung beeinflussen. Die Ergebnisse werden auch über die lokalen sonderpädagogischen Bildungsnetzwerke der Institutionen verbreitet werden.

Geplante Aktivitäten:

 

Lahti (Finnland)

 

 

November 2009

 

 

1.

2.

3.

4.

 

Einleitung des Projekts, Zielsetzung, Plan und Aufgaben

 

Lernwerkstatt als Mittel zur Bewältigung von Lernschwierigkeiten

Wege zu Fähigkeiten zur Lebensbewältigung     

Die Herausforderungen des praxisbezogenes Lernens

Soziale Schülerfürsorge

Zwolle (Niederlande)

 

März 2010

5.

6.

Natürliches Lernen

Betreuungs- und Beratungsteam

Caerphilly (Wales)

 

September 2010

7.

8.

Fünf Wege beim Übergang zum Erwachsensein

Berufsausbildung von Spezialisten, die mit benachteiligten Jugendlichen arbeiten

Neubrandenburg (Deutschland)

 

November 2010

9.

 

10.

Praktische Erfahrungen mit schulinternen Schülerfirmen und Werkstätten

Die Rolle von sozialpädagogischen Projekten im Förderunterricht

Zwolle (Niederlande)

 

März 2011

 

Abschluss des Projekts, Materialsammlung, Abschlussberichte

 



 

Projektleiterin: Jelena Scharschuch

 

 

 

tl_files/Beruflicher Schule Neubrandenburg - WHI/Projekte/schweden1.jpg tl_files/Beruflicher Schule Neubrandenburg - WHI/Projekte/schweden2.jpg
Praktikum in Göteborg (Schweden)

 

 

II.

Mit Bildung Brücken überwinden

 

Zeitraum:  September 2009 – Juni 2011

 

Partner:

1. Koulutuskeskus Salpaus in Lahti (Finnland)

2. Berufliche Schule der Stadt Neubrandenburg “Wirtschaft, Handwerk und Industrie” (Deutschland)

 

Zusammenfassung des Projekts:

An dem Projekt nehmen insgesamt acht Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen 

der Beruflichen Schule der Stadt Neubrandenburg, Schüler und Lehrer der Partnerschule in Lahti sowie deren Praxispartner für die berufliche Bildung teil. Alle Schüler aus Neubrandenburg befinden sich in der Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher. Während ihrer Praktika erleben sie, dass in den Kindereinrichtungen unserer Region zunehmend Kinder aus anderen Ländern betreut werden. Damit deren Integration durch fachkompetente Erzieher begleitet werden kann, ist es notwendig, dass diese selbst internationale und interkulturelle Erfahrungen sammeln. Mit diesem Projekt wollen wir erreichen, dass die Schüler ihre verantwortungsvolle Aufgabe bei der Integration von Kindern erkennen und daran arbeiten, sich optimal darauf vorzubereiten. So sollen sie ihre Englischkenntnisse verbessern und grundlegende finnische Vokabeln erlernen.

 

Besonders wichtig ist für die Schüler die praktische Ausbildung in Form von Praktika in Kindereinrichtungen des Gastlandes, da sie in dieser Zeit erfahren, wie vorschulische Bildung in Finnland aussieht. Sie sollen die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen erleben, Besonderheiten im kulturellen Bereich aufnehmen und neue methodische Ansätze kennen lernen. Wichtig ist aber auch, dass sie lernen mit Problemen umzugehen und ein hohes Maß an Flexibilität und Teamgeist bei deren Lösung entwickeln.

Die Inhalte der geplanten Auslandsaufenthalte finden sich im folgenden Programm wieder.

 

1.Woche: Grundlagentraining in der Partnerschule

- sprachliche Vorbereitung durch finnische Kollegen

- Kennenlernen der Ausbildungsinhalte in einer Informationsveranstaltung mit Vertretern der Schulleitung und Schülern sowie Teilnahme am Unterricht in Schwerpunktfächern

- Erfahrungsaustausch zu Methoden der Kinderbetreuung und Information über vorschulische Bildung in Finnland sowie zu Formen der Integration

 

2.-3.Woche: Praktika in verschiedenen Kindereinrichtungen von Lahti

- Beobachtung der Kinder

- Teilnahme am gesamten Tagesablauf und Unterstützung der Arbeit der Mentoren

- Gespräche mit den Mentoren

- Durchführung von kleinen Angeboten

- Gestaltung eines Tags zu Mecklenburg-Vorpommern/ Deutschland

 

Zum Abschluss erfolgt eine intensive Auswertung der praktischen Arbeit in den Kindergärten und eine Bewertung der Ausbildungsergebnisse.

 

Projektleiterin: Andrea Dittmar

 

 

 

 

 

III.

Erzieher lernen grenzenlos und lebenslang

 

Zeitraum:  September 2009 – Juni 2011

 

Partner:

1. Niepubliczne Przedszkole Językowe BUS (Polen)

2. Berufliche Schule der Stadt Neubrandenburg “Wirtschaft, Handwerk und Industrie” (Deutschland)

 

Zusammenfassung des Projekts:

Frühe Förderung hat in den letzten Jahren in Deutschland einen bedeutsamen Stellenwert erhalten. Angehende Erzieher, ausgebildet an Fachschulen für Sozialpädagogik, müssen sich in der beruflichen Praxis dieser Anforderung stellen. Im Rahmen der sozial-pädagogischen und sozial-pflegerischen Erstausbildung absolvieren die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern u.a. Praktika in Kindereinrichtungen und erleben, dass auch in unseren Bundesländern immer mehr Kinder ausländischer Mitbürger betreut werden. Mit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union werden auch zunehmend polnische Kinder in den Kindereinrichtungen der grenznahen Regionen betreut. Mit unserem Projekt wollen wir denen, die sich auf diese verantwortungsvolle Erziehungsaufgabe besser vorbereiten wollen und dadurch Qualifikationen für einen europäischen Arbeitsmarkt erwerben, eine Chance geben. Außerdem ermöglicht das Praktikum den Schülern einen Einblick in die Gestaltung der Betreuung  der Kinder im Gästeland. Für die Schüler werden nationale Bestimmungen der Kinderbetreuung durch ihre Umsetzung in der Praxis transparent. Es wird dadurch leichter, Vergleiche anzustellen und Schlussfolgerungen für die eigene Arbeit zu ziehen. Durch ein fünfwöchiges Praktikum in diesem speziellen Sprachkindergarten wollen wir unseren Schülern die Möglichkeit geben zu erleben, wie Kinder eine Fremdsprache in der gleichen Weise wie  ihre Muttersprache erlernen und diesen Prozess bewusst mitzugestalten.

 

Projektleiterin: Doris Krause

 

 

 

IV.

Lebenslanges Lernen - lebenslange Chance.

 

Zeitraum:  September 2009 – Juni 2011

 

Partner:

1. NTI-Gymnasiet Göteborg (Schweden)

2. Zespół Szkół Łączności w Szczecinie (Polen)

3. Berufliche Schule der Stadt Neubrandenburg “Wirtschaft, Handwerk und Industrie” (Deutschland)

 

Im Rahmen der gewerblich-technischen Erstausbildung absolvieren die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern u.a. Betriebspraktika in verschiedenen Elektro- und IT-Firmen und erleben, dass viele moderne Betriebe auf Mitarbeiter angewiesen sind, deren Kenntnisse über die nationale Unternehmenskultur und die eigene Sprache hinausgehen, und sie merken, dass die Anforderungen vor allem an die fremdsprachlichen Qualifikationen der zukünftigen Mitarbeiter wachsen.

 

Mit unserem Projekt wollen wir denen, die bereit sind, diesen hohen Anforderungen besser zu entsprechen und Qualifikationen für einen europäischen Arbeitsmarkt zu erwerben, eine Chance geben.

Mit den im Ausland erworbenen Erfahrungen erhöhen die Auszubildenden die Chancen auf einen guten Berufseinstieg europaweit. Sie lernen neue Arbeitsorganisationen kennen und erhöhen Ihre Teamfähigkeit.

Zum Erlernen von Fremdsprachen ist ein europäischer Auslandsaufenthalt von großer Bedeutung. Sie begegnen neuen Kulturen und Arbeitsweisen und vertiefen ihre Sprachkenntnisse und ihr Sprachverständnis.

Durch den Umgang mit fremden Kulturen und Menschen erhöht sich ihre Selbstständigkeit, die maßgeblich zur Eigeninitiative beiträgt.

 

Aufenthalte in europäischen Ländern und Städten führen unmittelbar zum Kontakt mit interessanten Menschen verschiedener Nationen.

 

Am Projekt nehmen Teilzeitauszubildende und Lehrer der Beruflichen Schule der Stadt Neubrandenburg sowie Schüler und Lehrer der Partnerschulen in Göteborg (Schweden) und Szczecin (Polen) und ihre Praxispartner für die berufliche Ausbildung teil.

 

Die pädagogische Betreuung während der Praktika erfolgt durch Lehrer der aufnehmenden Schulen.

Auswertung und Betreuung der praktischen Leistung der Schüler erfolgt gemeinsam durch Lehrer aller teilnehmenden Schulen.

 

Im Projekt nehmen zwei ausländische Aufnahmeeinrichtungen teil. Beide befinden sich in grenznahen Regionen und entsprechen unseren Vorstellungen und Anforderungen in Bezug auf Organisation und Betreuung. Sie haben sich schon als zuverlässige Partner in den früheren Leonardo Projekten erwiesen.

 

Die geplanten Praktika entsprechen vom Inhalt und von der Dauer den Anforderungen unserer Ausbildungsordnung. Ein Zeitraum von 4 Wochen ist günstig, da die Schüler ausreichend Zeit haben, um sich einzugewöhnen und am Berufsleben des Praktikumsbetriebes teilzunehmen. Die ersten 2-3 Tage werden die Schüler in den jeweiligen Einrichtungen verbringen, wo sie von den Partnern vor Ort auf das Praktikum vorbereitet werden und ihnen die Grundlagen der Landessprachen vermitteln.

 

Die Auswahl der Praktikumsbetriebe erfolgt durch die Aufnahmeeinrichtungen. Das Praktikum wird durch Betreuer der Partnerschulen überwacht und begleitet, sie führen auch die Auswertung des Praktikums vor Ort. Sie besorgen ebenfalls passende Unterkünfte und kümmern sich auch um kulturelle Angebote in der Freizeit. Es werden Partnerschaftsverträge zwischen den Einrichtungen abgeschlossen und die Einzelheiten abgesprochen.

Die Aufnahmeeinrichtungen stehen stets im Kontakt mit den Projektteilnehmern und unterstützen sie mit Rat und Tat. Bei Problemen sind sie verpflichtet die Entsendeeinrichtung zu informieren und den Teilnehmern zu helfen.

Die Betreuer von der schwedischen Schule sind Andreas Karlberg und Robin Kahlbom und von der polnischen Schule Hanna Grzadziel.

 

Betreuer der entsendenden Schule haben ständigen telefonischen Kontakt oder stehen per E-mail mit den Betreuern der aus den Partnerschulen und den Teilnehmern in Verbindung.

Schüler erarbeiten einen Praktikumsbericht und informieren regelmäßig die Schule per e-Mail über den Stand der Erarbeitung.

 

Nach der Rückkehr wird eine ausführliche Abschlussbesprechung durchgeführt, in welcher sie die Leistungen beschreiben und eventuelle Schwierigkeiten erläutern können.

 

Projektleiterin: Jelena Scharschuch